Aastra DECT over SIP
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Einleitung / technischer Hintergrund
Aastra DECT over SIP ist ein professionelles DECT-System, welches bis zu 256 Basisstationen (RFP, Radio Fixed Parts) und 512 Mobilteile (PP, Portable Parts) verwalten kann. Insgesamt sind drei verschiedene Modelle der Basisstation verfügbar:
- RFP L32 IP (indoor)
- RFP L34 IP (outdoor, wird ohne Antenne ausgeliefert)
- RFP L42 WLAN (indoor)
Außerdem ist passendes Zubehör wie z.B. Steckernetzteil, Dipolantennen, Richtfunkantennen, Wand- oder Masthalterungen uvm. erhältlich.
Die dazugehörenden Mobilteile (sog. PortableParts) sind:
- Aastra Phone 142d
- Aastra 610d
- Aastra 620d
- Aastra 630d
DECT Endgeräte von anderen Herstellern, welche den GAP-Standard unterstützen, können ebenfalls angebunden werden.
Einige grundlegende Infos bzgl. der Konfiguration:
- Alle RFPs laden sich bei jedem Bootvorgang neu per TFTP
- In jeder DECT-Installation muss ein RFP als "OpenMobility Manager" OMM konfiguriert werden, welcher die Signalisierung zwischen dem kompletten DECT-System und dem STARFACE Server übernimmt.
- Der OpenMobiltity Manager stellt ein Webinterface für die Konfiguration des kompletten DECT-Systems incl. der Mobilteile bereit
- Jeder RFP muss bei der Einrichtung zu einem sog. Cluster hinzugefügt werden, damit dieser den DECT-Betrieb aufnimmt.
- Mehrere RFPs werden i.d.R. demselben Cluster zugeordnet, womit bei gegebener Synchronität der sog. seamless handover (Zellenwechsel ohne Unterbrechnung) ermöglicht wird.
- Die Synchronisation der Basisstationen erfolgt über die Funkschnittstelle, d.h. jeder RFP muss mindestens einen anderen RFP erreichen können.
- Wird während eines Gesprächs erkannt, dass ein anderer RFP eine höhere Signalstärke hat, wird vom Mobilteil der Handover-Vorgang eingeleitet. Der Medienstrom wird dabei vom ursprünglichen RFP über das LAN zum RFP mit der besseren Signalstärke weitergeleitet.
- RFPs vom Typ "RFP L42 WLAN" können zusätzlich als WLAN-AccessPoints (802.11 b/g) fungieren, sollten aber nicht für VoIP benutzt werden (seamless handover ist mit WLAN nicht möglich)
- Ein als OMM konfigurierter RFP L42 WLAN kann nicht gleichzeitig als WLAN-Accesspoint fungieren.
- Für den WLAN-Betrieb ist eine Anbindung von 100Mbit/s ans LAN erforderlich
- Für den Betrieb ab Software Stand 2.1 ist eine Lizenzierung notwendig.
Wichtige Begriffe:
- PARK (Portable Access Rights Key)
Jede DECT-Installation wird über die sog. PARK identifiziert. Die PARK ist vergleicbar mit einer SSID in einer WLAN-Umgebung. Die PARK wird auf der System-CD mit ausgeliefert
- IPEI (International Portable Equipment Identity)
Jedes PortablePart wird über die sog. IPEI identifiziert. Die IPEI ist eindeutig und vergleichbar mit einer MAC-Adresse eines Netzwerkinterfaces.
- TAD Tan (Transaction A D)
Die TAD wird auf der System-CD mit ausgeliefert. Diese wird für die Lizenzierung ab Version 2.1 benötigt.
Erstkonfiguration Aastra DECToverSIP
Konfiguration Aastra DECToverSIP
Portnutzung der Dect-Wolke
| Dienst | genutzter Port | Protokoll | Beschreibung |
| https | 443 | tcp | Konfigurationsoberfläche |
| DECTMONI | tcp | Dect Monitor | |
| tftp | 69 | tcp | Firmware Download |
| ntp | 123 | tcp | Zeitserver abfragen |
| . | . | . | weitere Ports sind im Admin Guide der Aastra Dect im Kapitel 8.4 beschrieben |
Downloads (Dokumentation, Firmware, Tools)
Manuals
Data Sheet
Aastra RFP L32 / RFP L34 - English
Aastra RFP L32 / RFP L34 - German
Aastra RFP L42 WLAN - English
Aastra RFP L42 WLAN - German
Whitepaper
Aastra DECT over SIP - English
Aastra DECT over SIP - German
Technical Information for mobile handsets without IPEI number (only German available)
Admin-Guide
Aastra DECT over SIP - Installation and Administration Guide - English
Aastra DECT over SIP - Installation and Administration Guide - German
Firmware
Firmware Aastra OpenMobility Manager v1.8.9.zip
Firmware Aastra OpenMobility Manager v2.1.0 SP3.zip
Tools
Aastra OM Configurator v1 1.8.9.zip
Aastra DECTMonitor v2.1
