Konfiguration Aastra DECToverSIP

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Inhaltsverzeichnis

Über diese Anleitung

Die Anleitung wurde für folgende Konfiguration / Software-Versionen erstellt:

  • Aastra OpenMobility Manager: v1.6.6
  • Aastra OpenMobility Configurator: v1.6.6
  • Aastra OpenPhone 142D: SW 91.24.32 / HW 16.11.11 – also subsumed under PP (Portable Parts).

Vorraussetzungen

  • funktionierender TFTP-Server, welcher die Firmware für die RFPs und PPs bereitstellt
  • aktuell empfohlene Firmware (siehe Seitenende)
  • Software "OpenMobilityManager" (siehe Seitenende)
  • mindestens ein RFP
  • System-CD welche die PARK Nummer enthält (wird benötigt um die DECT-Funktionalität zu aktivieren)
  • mindestens ein PortablePart, um die korrekte Funktionalität zu testen
Icon-attention.png Damit ein RFP erfolgreich booten kann, muss der RFP ein TFTP-Server mit der entsprechenden Firmware erreichen können.

Jede Basisstation (OMM und "normale" RFPs) lädt sich die Firmware bei jedem Bootvorgang

Es gibt zwei Möglichkeiten, die initiale Netzwerkkonfiguration eines RFPs vorzunehmen:

1. Per DHCP-Server beim Bootvorgang

2. Per Software "OM Configurator", welcher die Grundkonfiguration im internen Flash-Speicher ablegen kann.


In dieser Anleitung wird auf die zweite Möglichkeit (OpenMobility Configurator) eingegangen. Welche Einstellungen für die Provisionierung per DHCP notwendig sind und noch viele weitere informationen finden Sie im Aastra Administration Guide

Einrichtung OpenMobility Manager

OpenMobility Configurator

Zuerst stellen Sie bitte sicher, dass im rechten oberen Bereich die korrekte Netzwerkkarte ausgewählt ist. Wenn der RFP bereit für die Konfiguration ist, sollte ein Klick auf den Button "Scan" ein Ergebnis liefern.

Beim Klick auf eine MAC-Adresse wird diese übernommen, im rechten Bereich muss das Feld Login aktiviert werden sowie ein Benutzername und Passwort vergeben werden. Im Auslieferungszustand ist dies:

Benutzer: omm
Passwort: omm

Wenn Sie jetzt auf "List configuration" klicken, erscheint in der unteren Status Leiste kurz die Nachricht "send list command to [MAC address]", gefolgt von der Meldung "list ok". Falls eine Fehlermeldung (z.B. Timeout) erscheint, sollten Sie die Netzwerkverbindung zwischen dem RFP und der Workstation erfolgen.

Um die erste Basisstation erfolgreich als OMM in Betrieb nehmen zu können, konfigurieren Sie diese wie folgt und klicken auf “Send configuration”:

Use local configuration file
yes (die Konfiguration wird im internen Speicher des RFPs abgelegt)
IP address
IP-Adresse des RFPs
Netmask
Subnetzmaske des RFPs
TFTP server address
IP-Adresse des TFTP-Servers (Firmware-Datei für den Bootvorgang)
TFTP file name
Dateiname der Firmware (Standard: omm_ffsip.tftp)
OMM IP address
IP-Adresse des Open Mobility Managers (i.d.R. die IP der ersten Basisstation)
Router addresses
Gateway für den RFP
Second OMM IP address (optional)
für Fail-over-Szenarien
NTP Server address (optional)
Zeitserver

Jede DECToverIP Installation benötigt ein RFP, welcher als OpenMobility Manager (OMM) definiert wird. Ein weiterer RFP kann als "Fall-Back-RFP" im System operieren und kann im Fehlerfall die komplette Funktion des defekten OMMs übernehmen.

Im Feld "OMM IP Address" wird die eigene IP-Adresse des ersten RFPs eingetragen, womit dieser zum OMM deklariert wird. Ab diesem Zeitpunkt stellt dieser ein Webinterface für weitere Konfiguration bereit.

Wenn mehrere RFPs zum Einsatz kommen, ist die Vorgehensweise nahzu identisch. Der einzige Unterschied ist der, das die OMM-IP-Adresse immer die des ersten RFPs entspricht.

Bild 1: Software OpenMobility Configurator
Bild 2: OpenMobility Configurator

Webinterface OpenMobility Manager


Das Webinterface des Open Mobility Managers kann via HTTPS (port 443) erreicht werden. Anfragen auf Port 80 werden automatisch auf Port 443 umgeleitet.


Standard Authentifizierung
Benutzername: omm
Passwort: omm

Das Passwort muss nach dem ersten Login geändert werden

Bild 3:OpenMobility Manager – Login Screen


System > System Settings


Unter “System > System Settings” werden die globalen Parameter der DECT-Installation definiert. Die wichtigsten Parameter:

System Name
Name des gesamten Systems (frei wählbar), wird auf den Mobilteilen angezeigt
Standby OMM
IP-Adresse und Status des Standby-OMM
PARK
Jede DECToverIP-Installation benötigt eine sog. PARK-Nummer, ist auf der Aastra System-CD abgedruckt (seperat bestellbar!)
Regulatory domain
EMEA (ETSI), (nur für Nord-Amerika: US(FCC/CI))
DECT authentication code
Globaler Code, um Handsets am DECT-System initial anzumelden. Frei wählbar. Kann später durch eine seperate Definition bei der Konfiguration jedes Mobilteils überschrieben werden.
WLAN settings
nur bei RFP L42 WLAN: Installationsort des RFPs
Date and time
Time zone and local date/time


Bild 4: OpenMobility Manager – System settings

System > SIP


Die wichtisten Parameter:

Proxy Server
IP-Adresse des STARFACE Servers
Proxy Port
5060
Registrar Server
IP-Adresse des STARFACE Servers
Registrar Port
5060
Registrar Period
3600
Outbound Proxy Server
IP-Adresse des STARFACE Servers
Outbound Proxy Port
5060
RTP Port Base
Wert zwischen 10000 and 20000
Preferred codec 1
G.711 a-law
Silence suppression
aus
DTMF settings
Typ für DTMF-Signalisierung, Standard: rfc2833
Bild 5: OpenMobility Manager – SIP settings

Radio Fixed Parts


Auf dieser Seite müssen alle installierten RFPs zu einem sog. Cluster hinzugefügt werden, erst danach nimmt ein RFP den DECT Betrieb erst auf.

Um einen RFP zu konfigurieren, klicken Sie auf "Capturing unconfigured radio fixed parts" > "Start". Nach einigen Sekunden können Sie die Seite aktualisieren und es erscheint ein RFP im Bereich "Unconfigured". Das Capturen kann gestoppt werden und mit einem Klick auf das Werzeugsymbol neben dem neuen RFP können Sie die Zuordnung zu einem DECT-Cluster vornehmen sowie eine location zur besseren Unterscheidung definieren.

Icon-attention.png Jeder RFP muss einem DECT-Cluster zugewiesen werden, auch wenn nur eine Basisstation im Stand-Alone-Betrieb installiert wird. Ansonsten wird der Status nie "connected" / "active" und DECT ist ausser Betrieb


Bild 6: OpenMobility Manager – kein RFP konfiguriert
Bild 7: OpenMobility Manager – RFP manuell hinzufügen
Bild 8: OpenMobility Manager – ein RFP, status: inactive / asynchronous
Bild 9: OpenMobility Manager – ein RFP, status: active / synchronous
Bild 10: OpenMobility Manager – zwei RFP, status: inactive / asynchronous
Bild 11: OpenMobility Manager – zwei RFP, status: beide active / synchronous

Portable Parts


Jedes DECT Mobilteil (Portable Part) muss auf dieser Seite konfiguriert werden. Ein neues Mobilteil kann auf zwei Wegen angelegt werden:

Manuelle Konfiguration

Mit dem Klick auf "New" können Sie die Parameter des neuen Telefons eingeben.

Tragen Sie folgende Werte ein und klicken Sie "Ok":

Name
SIP Display Name, ein Name der das Mobitelefon identifiziert
Number
STARFACE Telefonname (muss mindestens ein Buchstabe enthalten)
IPEI
Eine eindeutige Nummer welche das Mobilteil identifiziert.
DECT Authentication Code
wird während der initialen DECT-Anmeldung benötigt und kann für jedes Mobilteil seperat definiert werden. Wenn das Feld leer bleibt wird der globale Auth Code ("System Settings") verwendet.
SIP Authentication User Name
STARFACE Telefonname (muss mindestens ein Buchstabe enthalten)
SIP Authentication Password
STARFACE Telefon Passwort


Bulk-Import

Bei großen DECT-Installation lohnt sich ein Massenimport durch eine CSV-Datei, mehr Informationen dazu im Aastra Administration Guide


Nach dem das Mobilteil angelegt wurde, können Sie das Mobilteil am DECT-System anmelden ("subscriben"). Um die Anmeldung von bereits bekannten Geräten zu erlauben, drücken Sie im Bereich "Subscription with configured IPEIs" den Button "Subscribe". Die Anmeldung wird dann für eine Stunde erlaubt sein. Innerhalb dieser Zeit sind Anmeldungen per PARK und Auth Code von bereits angelegten Mobiltelefonen mit IPEI möglich.

Die Alternative ist die Wildcard Subscription (auch für GAP-Telefone empfohlen):

Durch die Aktivierung der Wildcard Subscription können beliebige Telefone per PARK und Auth Code angemeldet werden. Das Mobiltelefon bekommt die erste SIP-Konfiguration (ohne IPEI) zugeordnet. Der Telefonname erscheint dann auf dem Display und kann einem STARFACE User zugeordnet werden.


Bild 12: OpenMobility Manager – manuelle Konfiguration Portable Part
Bild 13: OpenMobility Manager – Übersicht Portable Parts

Konfiguration Aastra OpenPhone 142d

Wenn wie oben beschrieben die Anmeldung von Portable Parts erlaubt ist, führen Sie am Mobilteil die DECT-Anmeldung durch:

Im Telefonmenü navigieren sie zu System > Subscriptions > New. Danach wird die IPEI des Telefons angezeigt und mit OK werden Sie zur Eingabe der PARK aufgefordert. Nach korrekter Eingabe muss noch der Authentication Code eingegeben werden und die Anmeldung ist erfolgreich abgeschlossen.

Falls die Wilcard Subscription aktiviert ist kann auf die Eingabe der PARK am Mobilteil verzichtet werden.


Konfiguration der Endgeräte in STARFACE


Im STARFACE Admin-Bereich muss jedes Portable Part manuell angelegt werden. Die Konfiguration erfolgt wie in den Screenshots abgebildet. Der Telefonname und das Telefonpasswort muss den Werten entsprechen, die im Aastra Open Mobility Manager konfiguriert wurden.

Bild 14: STARFACE - Konfiguration Portable Part
Bild 15: STARFACE - Eigenes Telefonprofil


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